Meine Top 10 – Woran Sie einen jugendfreundlichen Golfclub erkennen können.

Meine 10 Merkmale eines jugendfreundlichen Golfclubs! 

Die Jugend ist die Zukunft unseres Golfclubs!

Diese Philosophie hört und ließt man mittlerweile sehr häufig in einer Golfclub-Broschüre, die dazu primär genutzt werden soll, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Doch woran können Sie sich wirklich orientieren, wenn es um eine gute Jugendarbeit geht?

Auf diese Frage möchten ich Ihnen heute zehn Anhaltspunkte geben. Aber bitte bedenken Sie dabei, diese Punkte sind von meiner Seite aus natürlich subjektiv und nicht in Stein gemeißelt. Sicherlich gibt es weitaus mehr Punkte, woran Sie einen jugendfreundlichen Golfclub sehen können!

Solle Ihnen noch ein Punkt fehlen, so zögern Sie nicht und schreiben uns. Wir freuen uns über jedes Feedback.

Ihr Fairwaykids-Team

1. Das Qualitätsmanagement des Deutschen Golf-Verbandes e. V. 

Seit ungefähr zwei Jahren gibt es eine neues Qualitätsmanagment vom Deutschen Golf-dgv_nachwuchsforderung_zertifikat_h_deka_gold_2015Verband.  Grundlage des QM-Systems auf Clubebene ist eine Bestandsaufnahme und eine Kriterien geleitete Bewertung (Audit). Je nach erreichter Punktzahl bei diesem Audit erhalten die teilnehmenden Anlagen ein Zertifikat. Alle Ergebnisse laufen in ein bundesweites Ranking ein. Dadurch schafft das QM einen bisher nie dagewesenen Überblick über die bestehende Situation und die ablaufenden Prozesse im Nachwuchsbereich, und zwar sowohl bundesweit als auch lokal auf jeder teilnehmenden Golfanlage. Unterteilt werden die Golf-Clubs nach der Auswertung in drei Kategorien. Bronze, Silber und Gold.

2. Versuchen Sie etwas über die Trainingsphilosophie heraus zu finden? Ganzheitlich vs. eintönig

Golf ist ein umfangreicher Sport, der gerade in der Jugendarbeit mehr als nur „Bälle

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Ganzheitliche Ausbildung im Golf

schlagen“ abfordert. Neben der nötigen Technik und dem Spiel auf dem Platz, sollte steht´s bei Kindern und Jugendlichen eine ganzheitliche  und langfristige Ausbildung angestrebt werden. Neben dem bekannten Techniktraining im Golf, gehört auch die athletische Ausbildung im Kinder und Jugendalter. Hier reichen meistens schon gezielte Fragen über Inhalte in den Winter- und Sommermonaten im  Kindertraining.

3. Fragen Sie nach einem Probetraining – Probieren geht ja bekanntlich über studieren!

Wie das Sprichwort es schon treffend sagt: „Probieren geht über studieren“. Damit Ihr Kind des besten Eindruck von dem Jugendtraining bekommen kann, sollte es ein oder zweimal bei einem Training mitmachen dürften. Sprechen Sie diesbezüglich den Pro oder den Jugendwart an. In den meisten Fällen, wird sowas vom Golfclub selber gewünscht.  So kann sich nebenbei der Pro einen Eindruck von Ihrem Kind machen, in welche Trainingsgruppe es trainieren kann.

4. Wer sind die verantwortlichen Personen im Jugendbereich? – Wer macht was?

Eine gute Struktur und Aufgabenverteilung innerhalb der verantwortichen Personen des Jugendtrainings ist die Basis für eine erfolgreiche Jugendarbeit! Hierbei geht es um klare Aufgabenbereiche innerhalb der verschiedenen Aufgabengebiete in der Ausbildung und Entwicklung der Jugend.

So gibt es in einigen Golfclubs neben dem Jugendwart einen Leistungssportkoordinator. Dieser hat als Aufgabe, Trainingsinhalte und Trainingsphilosophie gemeinsam mit den Trainern und dem Jugendwart zu entwickeln und zu leben. Er koordiniert das Jugendtraining und ist ein weiterer Ansprechpartner, wenn es um die Ausbildung Ihres Kindes geht.

Neben dem Jugendwart und Leistungsportkoordinator spielen die Pros (Golflehrer) natürlich eine überaus wichtige Rolle.

Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen: 

  • Warum kann/ist der jeweilige Pro ein guter Jugendtrainer?
  • Welcher Pro hat welche Aufgabenbereiche? – Eher Grundlagenausbildung oder Heranführung an den Leistungsport
  • Welche Erfahrungswerte bringt der jeweilige Pro im Umgang mit Kinder und Jugendlichen mit.
  • Gibt es Auszubildende in dem Golfclub? Und wenn ja, welche Aufgabenbereiche hat er im Club?

Nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich die verantwortlichen Personen genauer an. In den meisten Fällen finden Sie auf der Homepage des Golf-Clubs, oder im Internet viele Informationen über die jeweiligen Personen. Eventuell hat der verantwortliche Golflehrer, oder Leistungsportkoordinator auch eine eigene Homepage, wo Sie etwas über seine Vita lesen können.

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Mögliches Organigramm eines jugendfreundlichen Golfclubs

5. Ausbildungsverein oder „Leuchtturm“? 

Breitensport vs. Leistungssport? Oder geht doch beides? In Deutschland gibt es momentan ca. 700 Golfclubs. Und alle verstehen Ihre Jugendarbeit naturgemäß anders. Einige Golfclubs betreiben die Jugendarbeit, weil sie schlichtweg in der Satzung steht. Viele allerdings in Deutschland haben sich positioniert. Zwischen den Anlagen kann man grundsätzlich zwischen einem Ausbildungsverein oder einer Leistungssportstätte (Leuchtturm) unterscheiden.

Ein guter Ausbildungsverein sieht sich in der Förderung des Breitensport. Gute Trainingsprogramme zum erlernen des Golfsport werden Sie da höchstwahrscheinlich wieder finden. Hier steht im Normalfall die Grundlagenausbildung Ihres Kindes im Vordergrund.

Der sogenannte Leuchturm steht primär für den Leistungssport im Golf. Versteht aber meistens auch die Notwendigkeit vom Breitensport und berücksichtigt diese in der Trainingsstruktur. Nur die wenigsten Golfclubs können und wollen beide Seiten abdecken, da der Jugendsport auch eine finanzielle Frage ist, die nicht alle Clubs leisten können oder wollen.

6. Wie sieht das clubinterne Wettspielangebot für Kinder aus? – Gibt es für die unterschiedlichen Alters- und Spielklassen verschiedene Turniere?

Damit sich Kinder entwickeln können, benötigen Sie unbedingt ein adressatengerechtes Wettspielangebot innerhalb des Golfclubs. Die Beginner-Kids sollten zwischen 3 und 9 Loch auf verkürzten Bahnen spielen können. Wenn die Kids älter und besser werden, müssten sich auch die Wettspielbedingungen verändern. Hierbei ist es ratsam, die Spielbahnen sukzessive zu verlängern und die Anzahl der zu spielenden Bahnen auf 18 zu erhöhen. Viele Golf-Clubs haben verschiedene interne Turnierserien in ihrem Wettspielkalender etabliert. Erkundigen Sie sich bei dem zuständigen Pro oder Jugendwart, wie das Wettspielangebot in Ihrem Golf-Club aussieht. Vielleicht hat der Golfclub sogar einen eigenen Wettspielkalender für die Kinder- und Jugendturniere!

7. Hat der Golfclub verschiedene Abschläge?

Kinder sollten einen Platz spielen, der ihren Fähigkeiten entspricht! Deshalb ist es auch wichtig, dass der Platz nur so lang ist, wie sie ihre Bälle auch weit schlagen können. bildschirmfoto-2016-12-12-um-13-06-59Jugendfreundliche Golf-Clubs haben extra verschiedene Abschläge auf ihrer Anlage installiert und sogar raten lassen. Diese Abschläge sind dann – je nach Zielgruppe – auf den Spielbahnen installiert. Sollten diese Abschläge auch vom Deutschen Golf Verband geratet sein, kann der Golf-Club von dort auch vorgabewirksam spielen lassen.

Der Hamburger Golf-Verband hat zu diesem Thema ein schönes Video veröffentlich!

https://youtu.be/cJpIvT6mSlA

8. Die Driving-Range Bälle sind für Kinder- und Jugendliche kostenlos oder reduziert. 

Training ist wichtig! Und leider benötigt man dazu auch Driving-Range Bälle. Dieses können – je nach dem Trainingsaufwand Ihres Kindes – mit der Zeit zur kostspieligen Angelegenheit werden. Erkundigen Sie sich, ob die Driving-Range Bälle für das eigene Training Ihres Kindes kostenpflichtig oder im Jugendbeitrag mit einkalkuliert sind. In einigen Golf-Clubs sind diese sogar kostenlos!

9. Kostenlose Leihschläger oder Mietangebot für Kinder Golf Schläger

Zum Golfspielen braucht man Schläger. Wenn Ihr Kind gerade in der Anfangs- oder auch Schnupperphase ist, können Leihschläger durchaus willkommen sein. Erkundigen Sie sich, ob der Golf-Club über solche Angebote verfügt. Vielleicht bietet der Club auch ein Miet-Service für Kindergolfschläger an. Sollte der Golf-Club ein solches Angebot nicht haben, könnte es sein, dass der Pro-Shop vor Ort vielleicht dieses im Programm hat.

Wie ein Miet-Service für Kindergolfschläger aussehen können, finden Sie hier:

Hier gehts zum Miet-Service für Kindergolfschläger

10. Gibt es clubinterne Kinder- und Jugendcamps bzw. Trainingsreisen

Neben dem klassischen Jugendtraining haben einige Golfclubs zum Teil mehrere Jugendcamps in ihrer Jahresplanung etabliert. Diese finden meistens in den Schulferien statt und sind, je nach Zielgruppe, von den Trainingsinhalten unterschiedlich. Im Normalfall dauert ein Camp über 3 bis 5 Tage und geht 4 bis 5 Stunden am Tag. Auch hier kann Ihnen der jeweilige Pro/Jugendwart eine Auskunft geben.

Als Add-On bieten auch einige Golfclubs Trainingsreisen an. Meistens sind diese allerdings für die besseren Golfspieler konzipiert. Spanien oder Portugal sind dabei beliebte Trainingsorte.

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