„Ausgequetscht“ mit PGA Professional Felix Matz

Felix Matz ist einer unserer 6 Partner-Professionals. Er arbeitet als Head-Professional im GC Marienfeld und freut sich über jede Stunde, wo er mit seinem Sohn auf dem Golfplatz toben kann

Felix Matz ist einer unserer 6 Partner-Professionals bei Fairwaykids. Felix hat Euch ja fairwaykids_logo_partner_professional_2bereits schon einen Trainingsartikel über „Golfhandschuhe im Winter“ präsentiert. Nun wird es Zeit, dass wir Euch Felix vorstellen.

Hallo Felix, wie geht es Dir und wie verbringst Du den kalten Winter? 

Hallo Chip, vielen Dank mir geht es sehr gut.

Bei mir ändert sich im Winter im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten nicht ganz so viel. Unsere Mannschaften und die Jugend trainieren ganzjährig. Dazu kommt noch das die meisten meiner Schüler die Kälte nicht scheuen und sehr trainingsfleißig sind. In den Freiräumen mache ich die Saison-, Trainings- und Wettkampfplanung und entwickele Kursprogramme für meine Golfschule. Zusätzlich arbeite ich im Winter etwas mehr an meinem eigenen Golfspiel.
Von Mitte Dezember bis Mitte Januar nehme ich mir immer komplett frei. Diese freie Zeit widme ich voll und ganz meiner Frau und meinem Sohn die ich in der Saison nur wenig sehe. 

img_0411Du bist Head-Professional im GC Marienfeld. Welche Aufgaben hast Du dort genau? 

Ich bin seit drei Jahren im GC Marienfeld und betreibe dort die MATZ Golschule. Für meine Golfschule plane ich Kursprogramme, koordiniere das Training der Mannschaften und der Jugend.

Meine Aufgaben im Verein sind sehr vielfältig, zum einen trainiere ich die 11 Mannschaften des Vereins sowie die Jugend. Zusätzlich habe ich eine Beratertätigkeit  im GCM, dieses umfasst fast alle Belange des Vereins ( Platzpflege, Neumitgliederaquise, Weiterentwicklung der Jugend, Mitglied im Sportausschuss uvm.) sowie für die sportliche Koordination.


Machen wir aber erst einen kleinen Schritt in Deine Vergangenheit zurück. Wie bist Du zum Golfsport gekommen? 

Ich bin vor 29 Jahren also mit 11Jahren ganz klassisch zum Golfen gekommen. Wir hatten uns innerhalb der Familie Gedanken gemacht welche Freizeitaktivität wir zusammen machen könnten. Nach einigen Überlegungen sind wir aufs Golfen gekommen, diese Aktivität war und ist nicht altersabhängig man verbringt viel Zeit zusammen und kann sie jederzeit ohne Anmeldung etc. spontan betreiben. Mich hatte dann auch sofort der Golfvirus infiziert und ich war nach noch nicht mal einem Jahr auf Handicap 10 und im Kader des LGV. Ich hatte endlich eine Sportart gefunden in der mir mein älterer Bruder niemals das Wasser reichen konnte und damit es so blieb war ich auch immer fleißig. Das Golfspiel ist von klein an ein ganz wichtiger Teil meines Lebens und ich bin froh mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben.

Soweit ich weiß, spielt Dein Sohn auch schon Golf?! Wann hat er angefangen und worauf achtest Du sowohl als Vater, als auch als Trainer besonders, wenn er auf dem Golfplatz ist?

Mein Sohn Henri ist mittlerweile 4 Jahre und seit seinem ersten Lebensjahr Mitglied im Golfverein. Henri hat sobald er laufen konnte sich immer von alleine Golfschläger geschnappt und intuitiv nach dem Ball geschlagen. In den ersten Jahren habe ich ihm lediglich kurz gezeigt wie er den Schläger zu halten hat und wie er am Ball stehen soll. Alles andere was die Golftechnik umfasst habe ich bewusst weggelassen damit er sich frei entfalten konnte und das Golfen absolut spielerisch kennenlernt. Nach und nach kommen dann mehr Komponenten der Golftechnik hinzu und wenn ich merke dass es zuviel für ihn wird, gehen wir einfach nochmal einen Schritt zurück. Er liebt es mich auf der Anlage zu besuchen und hat wöchentlich eine feste Einzel Trainerstunde bei mir, in der wir aber nicht nur Golfen sondern auch einfach mal Bälle werfen. Er kennt alle Sicherheitsaspekte und hat Spaß daran den Bunker zu harken.

Wie ist es für Dich im Allgemeinen, die Doppelrolle (Vater und Trainer) zu haben? Fällt es Dir ab und an schwer Dich auf dem Golfplatz bei Deinem Sohn zurück zu nehmen? 

Ich habe die Devise, dass mein Sohn kein Golfprofi werden muss nur weil ich Golflehrer bin. Golfen ist meine Leidenschaft und mein Kind soll auch wenn es älter wird immer selber darüber entscheiden können ob das Golfen auch seine Leidenschaft werden soll.

Für mich war es aber auch immer klar, wenn Henri selber kein Golf hätte spielen wollen wäre das für mich auch ok gewesen. Ich möchte auch , dass er neben dem Golfen noch eine Mannschaftssportart betreibt (am liebsten Fussball). Momentan macht er neben dem Golfen sein Seepferdchen und geht zum Kindersport.

Ich freue mich als Vater natürlich sehr, dass Henri so stark intrinsich motiviert ist das Golfen zu lernen. Beim Training sehe ich ihn wie jedes andere Kind und er muss sich dann auch konzentrieren und nicht nur Späße mit seinem PAPA machen.

Als Head-Professional hast Du auch maßgeblich Anteil daran, wie Euer Jugendtraining aufgebaut und strukturiert ist. Worauf achtet Ihr Besonders in der Strukturierung und inhaltlichen Gestaltung des Kinder- und Jugendtrainings im Club?

Als ich vor drei Jahren zum GC Marienfeld gekommen bin, gab es keine 10 Kinder die aktiv trainiert haben. Meine erste Aufgabe war es zusammen mit einem neuen Jugendwart die Kinder die im Verein verblieben waren wieder zu aktivieren und über Abschlagschule und Bring a Friend Aktionen neue Jugendliche zu bekommen. Stand Anfang 2017 ist, dass wir mittlerweile wieder knapp 50 Kinder in allen Altersklassen im Training haben. Dadurch, dass in den letzten Jahren immer wieder Kinder in allen Altersklassen und mit verschiedenen Spielstärken zum Training zurückgekehrt sind, haben ich immer halbjährlich die Trainingsgruppen neu eingeteilt. Bei der Einteilung war es mir wichtig darauf zu achten, dass die Gruppen möglichst alters und leistungs homogen angepasst waren. Bei der inhaltlichen Gestaltung wird darauf geachtet, dass die Trainingsanforderungen der Spielstärke entsprechend sind und kein Kind über oder unterfordert wird.

Kannst Du uns drei Dinge/ Eigenschaften nennen, die jedes Kind versuchen sollte zu erlernen um ein guter Golfer zu werden?

Eine hohe technische Varibialität im Golfspiel ist wichtig um in den verschiedenen Spielsituationen immer sofort eine Lösung vor Augen zu haben.

Der Wille immer besser werden zu wollen ist unerlässlich um ein guter Golfer zu werden. Wer aufhört besser werden zu wollen hört auf gut zu sein.

Der wichtigste Faktor ist Spass am Spiel zu haben und das Kind sollte seine Emotionen ausleben können.

Seit Januar bist Du auch Partner-Professional von Fairwaykids, welches uns natürlich sehr freut! 😉 Welche Themenschwerpunkte wirst Du in Zukunft unseren Lesern präsentieren? 

Ich werde zukünftig Trainingstipps  geben. Psychologische Aspekte aus dem Bereich Wahrnehmung und des Lernens erläutern. Allgemeine Golfthemen aus den verschiedensten Bereichen ansprechen.

Den Wahrheitsgehalt der Golfmythen hinterfragen und erklären warum man bei dem ein oder anderen Tipp seines Mitspielers sich lieber die Ohren zuhalten sollte.

Hast Du noch einen ultimativen Trainingstipp für die kalte Jahreszeit? 

Auch in der kalten Jahreszeit ist es wichtig nicht nur auf der Range zu trainieren, geht auf den Platz und nehmt pro Runde nur immer zwei bis drei Schläger mit. Die Schläger solltest du von Runde zu Runde wechseln.

Zum Beispiel: Driver, Eisen 6, SW oder Holz 5, Eisen 8, Putter, oder Driver, SW, Putter….

Mehr Informationen über Felix findet Ihr hier

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