Warum jedes Kind & jeder Erwachsener ein wenig wie ein DJ sein sollte…

Um erfolgreich Golf zu spielen, sollte man seine eigene Trainingsmethodik hinterfragen. Heute möchte Euch meine vorstellen. „Einfach mal ein DJ sein….“

Finde Deinen eigenen Weg, Dein Ziel im Golf zu erreichen 

Immer wieder in meinem Training mit Kindern und Jugendlichen nutze ich gerne den DJ Vergleich. DJ-Vergleich? Was ich damit meine versuche ich Euch mal zu erklären.

Worum geht es eigentlich im Golftraining?

Ganz einfach erklärt – um Besser zu werden und was Neues zu lernen! Der Ball soll weiter fliegen, der Score niedriger oder bei einigen soll der Schwung einfach nur schöner aussehen.  Was auch immer das Ziel eines Trainings ist, es kann total unterschiedlicher Natur sein und von der eigenen oder fremden Vorstellung (Trainer, Eltern) geprägt sein.

Häufig entsteht bei der Suche nach dem Ergebnis eine „Richtig“ oder „Falsch“ Denke. Es gibt in vielen Augen quasi nur einen Weg das gewünschte Ziel zu erreichen.

Aber das ist FALSCH

Doch was hat das jetzt mit einem DJ zu tun? Stellen wir uns mal die Frage,  was ein DJ eigentlich so macht? Er dreht solange an seinem Mischpult herum, bis er die richtige Lautstärke, den richtigen Beat oder den richtigen Übergang zweier Lieder gefunden hat.

dj-mischpult

Er probiert aus und entwickelt so neue Ideen und „Grooves“. In den meisten Fällen kommt dabei auch – zumindest von den großen DJ´s – ein guter Sound bei raus.

Jetzt zurück zum Golfsport – Ein Beispiel aus der Praxis

Golf ist ein aufgabenorientierte Sport, wo jeder Sportler seine eigene Lösung für die jeweilige Aufgabe finden sollte. So auch versuche ich mit meinen Kindern und Jugendlichen zu trainieren. Dabei mache ich wenig Unterschiede, ob ich einen Anfänger- oder einen leistungsorientierten Golfer vor mir stehen habe. Hier ein Beispiel aus der Praxis:

Aufgabe: Das Kind hat von mir die Aufgabe bekommen, einen flachen Ballflug mir zu zeigen (Punsh). Dieser flacher Ballflug soll dabei möglichst noch im Ziel landen.

Die Einflussregler: Als Trainer sollte ich mit dem Kind die Einflussregler für das gewünschte Ergebnis herausfinden. Dabei notieren wir die möglichen Regler auf ein Blatt Papier. Hier eine Auswahl möglicher Regler:

  1. Regler: Körpergewicht in der Ansprechhaltung
  2. Regler: Hände im Set-up (vor oder hinter dem Ball)
  3. Regler: Balllage im Verhältnis zum Set-up (Ball liegt mehr am linken oder rechten Fuss)
  4. Regler: Die Schlägerwahl
  5. Regler: Die Schwungbahn (mehr von außen oder mehr von innen)
  6. Regler: usw…

Wie geht´s nun weiter?

Nun muss der Golfer mit den Reglern arbeiten und experimentieren. Es geht darum, dass er die verschiedenen Regler testet und sogar ggf. einige von denen kombiniert, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Gerne kann sich Dein Kind auch gemeinsam mit Dir oder dem Trainer neue Regler ausdenken, die den Ballflug flacher machen könnten.

Hierbei geht es nicht um richtig oder falsch. Sondern nur um den individuellen besten Weg

Wieviele Bälle sollte Dein Kind pro Regler schlagen?

Ich würde mindesten 5 – 7 Bälle pro Regler empfehlen, bevor es sich einen neuen Regler zur Brust nimmt.

Wie findet Dein Kind seine Lösung?

Nach und nach sollte Dein Kind die „schlechtesten“ Regler aus seinem Trainingsprogramm streichen. Dieses kann gerne auch mal bis zu einer Woche dauern, um seriös die ersten Regler aus dem Trainingsfocus zu streichen. Auch gibt es Tage und Trainingseinheiten, wo man einen „schlechten“ Regler wieder „gut“ findet.

Warum Dein Kind so trainieren sollte!

Weil ich der Überzeugung bin, dass so Dein Kind schneller lernt und für sich den besten und individuellen Weg der Lösung findet. Wir Golftrainer haben lange den Fehler gemacht, und eine Schablone über jedes Kind und jeden Golfer versucht zu legen. Auch ich habe in den letzten Jahren häufig versucht ein Idealbild auf den Golfer zu pressen. Aber so funktioniert lernen nicht.

Meiner Meinung nach, sollten Eltern und Trainer nur Bereiche und Aufgaben vorgeben, die ein Kind oder Golfer besser machen können. Wir Trainer müssen immer mehr die Rolle eines Coach oder „Schubser“ einnehmen. Ein Schupser lässt seinen Schülern genügend Freiräume um eigene Wege in der Lösung zu finden. Wir schupsen gelegentlich mal wieder das Kind in die richtige Bahn, sollte es den Fokus, die Aufgabe oder Motivation verlieren.

Die von mir gewählte Aufgabe ist nur ein Beispiel zur besseren Anschauung gewesen. Diese Vorgehensweise ist für jede Aufgabe (Hoher Ballflug, Draw, Fade, hoher Bunkerschlag, flacher Bunkerschlag etc.) genauso empfehlenswert.

Also – lasst Euer Kinder ihr eigener DJ sein und freut euch auf einen coolen Sound!

Natürlich stehe ich gerne für weitere Fragen jederzeit Euch zur Verfügung. Ob per Email an info@fairwaykids.de oder per  Telefon unter +49 151 511 090 468

Euer Christian

 

 

 

 

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