Differenzielles Lernen Teil I

Um das Differenzielle Lernen (DL) zu verstehen, macht es Sinn, sich zunächst mit den gängigen Lehr- und Lernmethoden im Golf zu beschäftigen.

Lernen durch Beobachten

Bereits im Kindesalter lernen wir, durch Beobachtung zu imitieren und neues Können zu erlernen. In der ersten Phase beobachten wir, vor allem Dinge die uns interessieren. Erscheint das Verhalten sinnvoll und ist es möglich, dass Verhalten zu imitieren, so wird das Verhalten nachgeahmt.

Lernen durch Wiederholen

Im Golfunterricht das vorherrschende Prinzip. Aber auch bei vielen anderen Fertigkeiten wie zum Beispiel dem Erlernen der Handschrift. Jeder kennt die unzähligen Reihen an Buchstaben und Bögen, die wir alle in unsere Hefte geschrieben haben. Um die Sinnhaftigkeit dieser Lernidee zu hinterfragen folgendes Beispiel aus der Mathematik.

Lernen durch wiederholen:       17+5=

17+5=

17+5=

17+5=

……

Mit diesem Beispiel dürfte jedem schnell klar werden, dass diese Lernstrategie

  • Wenig Praxisbezug hat und
  • Komplexere Aufgaben damit nicht zu lösen sind

bunker-spezial

Methodische Übungsreihen

Hier werden zunächst Aufgaben im Block trainiert. D.h. man wiederholt die Aufgabe für eine bestimmte Zeit oder Anzahl an Wiederholungen. Immer wenn die eine Aufgabe gut gekonnt wird, geht man über zu nächsten Aufgabe. Am Ende steht die eigentliche Zielbewegung. Man lernt also Teilbewegungen und setzt diese anschließend zur eigentlichen Zielbewegung zusammen.

Variables Üben

Wenn der Spieler ein gewisses Schlag- Repertoire oder Könnens-Niveau erreicht hat, variiert man die Bewegungsausführung oder stellt komplexere Situationen nach, z.B. ein Chip aus verschiedenen  Lagen auf unterschiedliche Ziele. Ziel ist es, die Bewegung auch unter geänderten Bedingungen fehlerfrei ablaufen zu lassen.

 

 

Zusammenfassung

 

Im klassischen Golftraining findet man immer den Vergleich zwischen Soll (fehlerfreier Golfschwung) und Ist-Wert (fehlerhafte Bewegung). Die Annahme einer personenunabhängigen korrekten ständige Wiederholung und permanente Technikkorrektur bestimmt das Lernen.

 

Dieses Modell haben die meisten Schüler bereits verinnerlicht. Im Unterricht wird bereits bei leichten Fehlschlägen gefragt, was sie falsch machen und die hoffentlich richtige Korrektur schafft Abhilfe.

 

 

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