Das Tempo macht`s

Mit dem richtigen Tempo auf den Grüns zum Erfolg

Grundsätzlich kann man beim Golfen sagen, wenn die Länge stimmt, kann mir nicht mehr all zu viel passieren. Wenn man sich die Turniere auf den Profi-Touren anschaut, kann man sehr gut beobachten, dass die Spieler, die in dieser Woche vorne liegen, ihre Bälle immer auf die richtige Länge schlagen. Das gilt nicht nur für die langen Schläge, sondern auch und ganz besonders für das Putten. Wenn man sich bei Jugendturnieren umschaut, sieht man sehr häufig, dass die Spieler der Meinung sind, sie haben sich schon wieder beim Putt verlesen (was natürlich auch passieren kann, aber z.B. AimPoint kann da sehr schnell Abhilfe schaffen), aber wenn man genau hinschaut, war es die Längenkontrolle, die daneben lag. Beispielsweise sollte der Putt ca. 30cm hinter dem Loch liegen, liegt nach dem Putt allerdings 60cm hinter dem Loch. Ist zwar immer noch ein sicherer 2-Putt, aber dennoch eine deutliche Abweichung vom Ursprungsplan. Daher ist es extrem wichtig, auch das Tempo in seinen Plan für den Putt mit einzubauen.

Um einen konkreten Plan für das Tempo zu entwickeln, geht es in erster Linie erst einmal darum, seine Erwartungen richtig zu händeln bzw. an der Realität auszurichten. Wenn man sich einmal die Statistiken von der PGA-Tour anschaut, dann ist bis 2,50m ein 1-Putt wahrscheinlicher als ein 2-Putt. Zwischen 2,50m und 10m ist ein 2.Putt am wahrscheinlichsten und ab 10m gibt es schon mehr 3-Putts als 1-Putts. Und dort reden wir von den besten Puttern der Welt. Anhand dieser Zahlen sollte man auch seine eigenen Erwartungen und sein eigenes Training ausrichten. Bis 2,50m geht es nur ums Lochen beim Training, d.h. dort trainiere ich ohne eine Zielzone um das Loch und versuche den Ball zu lochen. Zwischen 2,50m und 10m sollte man dem Ball auf jeden Fall die Chance geben, in das Loch zu fallen, also ihn hinter das Loch Putten, allerdings muss man schon darauf achten, dass der Ball so um das Loch liegen bleibt, dass es ein entspannter 2-Putt wird und der Ball eine Chance hat ins Loch zu fallen, denn je schneller der Ball am Loch rollt, desto kleiner wird die Fläche, in der der Ball in das Loch fallen kann. Daher sollte man sich für diese Putts eine Zielzone nehmen, die Mitte Loch beginnt und einen Radius von 40cm hat. Ab 10m ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Putt fällt eh so gering, dass es hier nur darum geht, den Putt so nahe am Loch anzudocken, dass man einen entspannten 2-Putt spielen kann. Daher sollte man hier mit einer Zielzone mit dem Radius 80cm um das ganze Loch arbeiten. Wie lässt man diese Erkenntnisse nun in sein Training einfließen? Ich arbeite am liebsten mit den folgenden Übungen:

1mal um die Welt: Stecke dir um 1 Loch 8 Tees im Kreis. Diese Tees sollten unterschiedlich weit vom Loch entfernt sein und zwar zwischen 80cm und 2,50m. Nun fängst du an einem Tee mit einem Ball an. Wenn du den Putt lochst, gehst du im Uhrzeigersinn ein Tee weiter, wenn du einen Putt daneben schiebst, musst du ein Tee gegen den Uhrzeigersinn zurück. Du hast die Aufgabe geschafft, wenn du im Uhrzeigersinn am ersten Tee wieder angekommen bist.

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Gib ihm die Chance: Markiere dir eine Zielzone um das Loch, die Mitte Loch beginnt und den Radius 40cm hat. Jetzt Puttest du immer im Wechsel aus 4m, 5m, 6m, 7m, 8m. Wenn dein Ball ins Loch fällt, bekommst du 2 Punkte, wenn der Ball in der Zielzone liegen bleibt, bekommst du 1 Punkt und wenn der Ball außerhalb der Zone liegen bleibt, bekommst du -2 Punkte. Ziel ist es, 10 Punkte zu bekommen.

 

 

IMG_2926Dock den Ball ans Loch: Markiere dir eine Zielzone mit dem Radius 80cm um das Loch. Nun puttest du immer im Wechsel aus 10m, 12m und 14m. Wenn dein Ball ins Loch fällt, bekommst du 2 Punkte, wenn der Ball in der Zielzone liegen bleibt, bekommst du 1 Punkt und wenn der Ball außerhalb der Zone liegen bleibt, bekommst du -2 Punkte. Ziel ist es, 10 Punkte zu bekommen.

Mit diesen Übungen trainierst du nicht nur dein Tempo, sondern auch einen realistischen Mindset für deine Putts. Viel Spaß dabei!

 

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