Ein Gastbeitrag von Kurt Villwock zum Thema: Visualisierung und Schlagvorbereitung

Visualisierung und Schlagvorbereitung:

 

Ein weicher Treffmoment, die richtige Flugkurve, der passende Landepunkt, das bestätigende Gefühl eines guten Golfschlags, alles was jeden Golfer glücklich macht. Doch womit beginnt dies? Ich habe den Artikel dafür in drei Absätze gegliedert.

1.1: Schlagvorbereitung – treffe die richtige Entscheidung:

 

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Kurt Villwock ist Bundesligaspieler der Herrenmannschaft vom G&LC Berlin-Wannsee

Wichtige Faktoren: Balllage, Windrichtung und Höhenunterschiede! Balllage: Der Ball liegt im Semirough oben auf – ACHTUNG!: Fliegergefahr, da das halbhohe Gras schnell zwischen Schlagfläche und Ball gerät bekommt der Ball weniger Spin und fliegt somit schneller und direkter von der Schlagfläche, was bedeutet, der Ball fliegt länger. Windrichtung: bei vielen Spielern oft unterschätzt, dennoch sehr wichtig für die passende Länge oder Richtung beim Schlag ins Fairway, Transportschlag oder ins Grün. Gegenwind, der am meist beeinflussende Wind. pro 10km/h Windstärke ist dies in der Regel ein Eisen mehr. Bei Seiten und Rückenwind ist der Einfluss auf den Ball nicht allzu hoch wie beim Gegenwind. Allerdings sollte man sich dem dennoch bewusst sein und richtig einschätzen.
Höhenunterschiede: Ein guter Drive in Berlin bei 34m und in Johannesburg bei 1753m über dem Meeresspiegel ist ein großer Unterschied. Das ist ein übertriebenes Beispiel, allerdings ist es schon ein Unterschied, ob man den Ball 30m weiter oder kürzer schlägt. Es reichen aber auch schon Schläge auf ein erhöhtes Grün, die den Ball 20m kürzer Fliegen lassen können. Hier gilt einfach, Aufmerksam sein und die Einflüsse zu beachten.

1.2: Sei konsequent!

Warum konsequent, ganz einfach, weil man dadurch selbstbewusst ist. Das Gehirn signalisiert dadurch Entschlossenheit. Es kommen keine Zweifel und negative Gedanken ins Spiel. Wenn der Ball im Endeffekt 5m zu lang oder zu kurz ist, spielt es keine Rolle. Die Entscheidung wurde selbstbewusst getroffen. Nur durch Unentschlossenheit schleichen sich viele unnötige Fehler ein.

2. Visualisierung im Golf:

Vieles im Golfsport fängt mit der Vorstellung an. Ich finde es beeindruckend bei sehr guten Spielern zu beobachten wie detailliert und genau sie sich ihren Schlag planen.
Dazu spielen Flughöhe, Flugkurve und Landepunkt eine wichtige Rolle. Mein Paradebeispiel hierzu ist Jason Day. Meiner Meinung nach ist die Visualisierung auf der PGA Tour bei niemandem so gut sichtbar wie bei Jason Day. Mein Lieblingsschlag allerdings zu diesem Thema kommt von Tiger Woods in der Finalrunde des Masters im Jahr 2005 auf der 16. Bahn. Bei diesem Chip-In wusste Tiger exakt wie der Ball starten, aufkommen und ausrollen sollte.

Die Visualisierung entscheidet sich ein wenig im langen und im kurzen Spiel. Von der Teebox ist es wichtiger sich seinen Schwung, äußere Faktoren, wie z.B. Wind oder Flugkurven vorzustellen. Im kurzen Spiel kommt es mehr auf die Abflughöhe und auf den Landepunkt an.

Wie können Sie dies nun ins Training einbauen? Für die Visualisierung im langen Spiel brauchen Sie gar nicht auf dem Golfplatz sein. Stellen sie sich einfach Ihren schwierigsten und unangenehmsten Teeschuss vor, den Sie kennen. Und nun am Abschlag angekommen, umso genauer vorgestellt, desto besser. Jede Kleinigkeit kann beachtet werden. Alle Sinneseindrücke, was man hört, was man fühlt, wie die Schwunggedanken sind, wie der Ballfliegen soll usw! Es hilft dabei die Augen zu schließen (siehe Jason Day Bild) Im kurzen Spiel ist es ein wenig anders. Dort muss man am Pitchinggrün stehen um seine Fähigkeiten zu verbessern. Hier ist es wichtig wie oben schon gesagt sich als erstes die Flughöhe, dann den Landepunkt und das Rollverhältnis so genau wie möglich vorzustellen, wenn man das sich öfters ins Training einbaut mit verschiedenen Wedges wird man auch hier selbstbewusster und variabler ums Grün herum. Eine einfache Übung ist

dazu sich Toursticks in die verschiedenen ideal Landepunkte zu stecken und zu sehen wie weit die Bälle dort entfernt sind.

3. Zusammenfassung:

Mit dem Bild von Tiger Woods möchte ich zum Abschluss zwei Punkte festhalten.Bildschirmfoto 2017-10-03 um 10.36.20

Punkt 1: Die Trainingsqualität wird durch die ständige „Zielsetzung“ immer höher, allerdings kann sie nie hoch genug sein – so das Foto von Tiger.

Punkt 2: Die Visualisierung und die Faktoren der Schlagvorbereitung müssen step by step zum Automatismus werden. Wenn man als erstes schlägt hat man schließlich nur 50 Sekunden für den Schlag Zeit, in der Zeit können gute Spieler all diese Punkte und Faktoren beachten und ihren Golfschlag somit gut ausführen.
Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen und neue Blicke ins Thema Visualisierung und Schlagvorbereitung zeigen!

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