Golfeltern sind auch nur Eltern – oder „Was ist Erfolg“ – Teil 1 von 3

Liebe Eltern,

diese Blogreihe widme ich Euch! In den nächsten Wochen möchte ich gerne meine Erfahrungen mit der Spezies „Golfeltern“  im Breiten- und Leistungssport mit Euch teilen. Natürlich, werde ich sicherlich dem Einen oder Anderen auf den „Schlips“ treten. Aber dieses Risiko muss ich leider in Kauf nehmen.

 

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wenige ist oft mehr…

In meiner Tätigkeit als langjähriger Trainer im Jugend Breiten- und Leistungssport habe ich schon viel Kontakt mit diversen Eltern im Golfsport gehabt. Und das ist auch gut so. Denn, je besser ich Euch kennenlernen, desto besser konnte ich die Kinder in der einen oder anderen Situation verstehen. Nicht, dass ich mich jetzt als Psychologe präsentieren möchte! Nein, das bin ich wirklich nicht. Ich bin nur ein langjähriger Golftrainer, der mit vielen Kindern und Jugendlichen arbeiten durfte. Und das ist genau das, was ich immer wollte!

 

Golfeltern –  so verschieden und doch so gleich…

Eigentlich sind Golfeltern genauso wie: Fussball-Eltern, Tennis-Eltern, Handball-Eltern, Ski-Eltern und all die anderen Eltern. Sie wollen primär zwei Dinge:

  • Spaß am Sport und
  • Erfolg

Erfolg ist Euch unwichtig? Wirklich? Das glaube ich nicht. Gehört nicht Erfolg zum Spaß haben dazu? Beziehungsweise, ist es nicht die Grundvoraussetzung für Spaß am Sport und der Motivation weiter zu machen? Wenn wir Eltern mal ganz ehrlich zu uns sind, dann sehen wir doch lieber unsere Kinder oben auf dem Treppchen mit einer Medaille um den Hals, als Vorletzter ins Clubhaus rein zu kommen.

Und ich kann das ja auch gut verstehen. Ein „erfolgreiches“ Kind muss man nach der Runde nicht mental wieder aufbauen und trösten.  Ein „erfolgreiches“ Kind strahlt nach dem Turnier voller Selbstvertrauen, Bestätigung und Motivation für neue Taten. Außerdem genießen wir Eltern insgeheim auch die Anerkennung andere Mitmenschen wie z. B. Eltern anderer Kinder, Trainer und sogar Vorständen, wenn unser Kind sogar per Namen bei der Siegerehrung nach vorne gebeten wird.

Doch in welche Richtung dreht sich diese „Erfolgs-Spirale“ eigentlich? In eine langfristige und „erfolgsversprechende“ Entwicklung Euer Kinder? Ich glaube nicht. Es entwickelt sich eher daraus ein Strudel, der zum Siegen verdammt. Zur stetiger Performance und das erbringen von Leistung. Der kurzfristige Erfolg  und das Siegen bei Turnieren – steht immer im Vordergrund.

Zum Siegen verdammt! – Wie Golfeltern Zuhause den Erfolg definieren sollten…

Was ist eigentlich Erfolg? Woraus definiert sich dieser und wie und wann merkt man, dass man Erfolg hat im Golfsport? Habt Ihr diese Themen schon mal zuhause mit Eurem Kind definiert und niedergeschrieben? 

Ich bin der Meinung, dass wir gemeinsam mit unseren Kindern den Focus auf eine Entwicklung richten sollten. Erfolgreiches Golfen ist u. a. ein Ergebnis aus dem was ich im Training und in Turnieren gelernt und abgerufen habe.

Erfolg = ENTWICKLUNG

Ein erfolgreiches Kind ist ein Kind welches sich stetig weiterentwickelt und nicht aufhört zu lernen…

Liebe Golf-Eltern, erarbeitet  Ziele und Ziel-Fähigkeiten mit Eurem Kindern, die es zur verbessern gilt. Schreibt diese groß und deutlich auf ein Blatt Papier und hängt es gut sichtbar in Eurer Wohnung/ Haus auf. Am besten so, dass Ihr und Euer Kind diese Ziele täglich sehen kann. Auch solltet Ihr einen Trainer mit ins Boot nehmen, der diese Ziele gemeinsam mit Euch bestimmt.

Aber beachtet immer, dass ihr Ziele/Kompetenzen auswählt, die man wirklich verbessern kann. Solche Ziele könnten sein:

  • Länger schlagen
  • regelmäßiger trainieren
  • Mehr Fairways vom Tee treffen
  • Ein besserer Bunkerspieler werden
  • Variabler mit dem Eisenspiel werden
  • regelmäßig Fitnesstraining machen
  • etc.

Fangt am besten JETZT damit an und nutzt die Winterzeit. Die Ziele/ Kompetenzen sollten immer für 3 Monate festgeschrieben werden und realistisch sein. Warum drei Monate? Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese dann greifbarer für Euer Kind sind. „Der Tag der Abrechnung“ ist greifbarer und nicht so in weiter Ferne.

Für mich sind gute Golf-Eltern genau diese, die nicht ihren Focus auf eine gute Platzierung im Turnier oder Handicap-Verbesserung gerichtet haben. Für mich sind gute Golf-Eltern schlicht und einfach – ENTWICKLER!!!!!

Viel Spaß beim entwickeln von neuen Golf-Talenten!

Euer Christian

 

 

 

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