SMARTe Ziele für das neue Jahr

Das richtige Ziel wählen und SMART formulieren 

Zunächst wünsche ich euch allen erst mal noch ein schönes neues Jahr. Wer kennt das nicht: zu jedem neuen Jahr hat man auch neue Ziele. Wie lange man an diesen festhält, nun ja, das wird man dann sehen. Aber man kann die Chance, lange an diesen Zielen festzuhalten und dafür zu arbeiten, deutlich erhöhen, wenn man gewisse Grundlagen für seine Ziele beachtet.

Der oberste Grundsatz für Ziele ist, sie sollten SMART formuliert sein:
S = Spezifisch
M = Messbar
A = Attraktiv / Akzeptabel
R = Realistisch
T = Terminiert

Spezifisch bedeutet, das Ziel möglichst genau zu formulieren, ohne dabei zu kompliziert in der Sprache zu werden, so dass man immer genau weiß, worum es geht.
Messbarkeit ist ebenfalls ganz wichtig, damit man weiß, wann ein Ziel erreicht ist. Bei quantitativen Zielen ist das immer einfach, aber bei qualitativen Zielen sieht es schon anders aus. Hier gilt es, genaue Kriterien festzulegen, wann ein qualitatives Ziel erreicht ist. Z.B. soll das Schlägerverhalten in der Bewegungsumkehr zwischen Rückschwung und Abschwung besser werden. Dieses Ziel lässt ganz viel Spielraum zu und ist nicht Messbar. Daher bedarf es eine genauen Kriteriums, was zum Beispiel wäre: bei 8 von 10 Schwüngen muss der Schläger im 2. Bild des Abschwung flacher sein als im oberen Totpunkt.
Das Ziel muss für alle daran Beteiligten (Spieler, Trainer, Eltern etc.) so attraktiv sein, dass es auch jeder von ihnen akzeptieren kann und dahinter steht. Es nützt nichts, wenn der Trainer ein tolles Ziel hat, es für den Spieler aber so unattraktiv ist, dass er es nicht für sich akzeptiert. Außerdem muss der Spieler es aus eigener Kraft (mit der Hilfe seines Trainers) erreichen können.
Das Ziel muss realistisch sein. Wenn ich den Ball zur Zeit mit dem Driver 200m im Flug bei 100 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit schlage und ich mir als Ziel setze, ich möchte in 3 Monaten 300m im Flug schlagen, so ist das nicht realistisch und ich werde auf dem Weg dorthin wahrscheinlich aufgeben.
Terminiert ist das Ziel, wenn es einen genauen Zeitpunkt gib, zu dem das Ziel erreicht werden soll. Hier besteht ein großer Zusammenhang zum Realismus des Ziels.

Zielpyramide

Außerdem sollte man noch die Arten seiner Ziele kennen und diese Berücksichtigen bzw. richtig einordnen. Es gibt 3 Arten von Zielen, die aufeinander aufbauen. Die oberste Ebene der Pyramide sind Ergebnisziele, wie Siege, Nominierungen, Trophäen usw. Diese Ergebnisziele sind langfristige Ziele und nur sehr bedingt unter meiner Kontrolle, da hier die Leistungen und Bewertungen von anderen eine entscheidende Rolle spielen. Aber damit ich diese Ergebnisziele eventuell erreichen kann, bedarf es gewisser Leistungsziele, die die nächste Ebene der Pyramide bilden. Leistungsziele sind mittelfristige Ziele wie Anzahl der Putts, Grüns in Regulation, Schlägerkopfgeschwindigkeit, Fitnesswerte usw. Über diese Leistungsziele habe ich schon einen beachtliche Kontrolle, aber noch nicht die volle Kontrolle. Und da kommt nun die unterste Ebene der Pyramide ins Spiel, die Prozessziele. Prozessziele sind kurzfristige Ziele, über die ich die volle Kontrolle habe. Beispiele hierfür sind die Einhaltung meiner Trainingspläne, arbeiten an spezifischen technischen Aufgaben usw.
Wenn man die Ziel-Pyramide also von unten nach oben betrachtet, so bedingen die Prozessziele gewisse Leistung (Leistungsziele), die wiederum zur Folge haben können, dass ich ein gewisses Ergebnis erreichen könnte (Ergebnisziele). Es ist zwar absolut wichtig, die Ergebnis- und Leistungsziele zu kennen, aber es kann letztendlich nur darum gehen, sich auf die Prozessziele zu konzentrieren, da nur diese unter meiner vollen Kontrolle liegen.

Take-Home-Message: 
Suche dir für das neue Jahr (Prozess-)ziele, die vollkommen unter deiner Kontrolle sind und formuliere sie möglichst SMART. Wenn du das tust, hast du die größten Chancen, deine Ziele erfolgreich und effektiv zu verfolgen und an ihnen festzuhalten.

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