Nur nicht den Boden unter den Füßen verlieren!

PGA Professional Marco Müntnich erklärt euch, wie ein Tennisball euer Golfspiel verbessern kann.

Liebe Fairwaykids,

ist euch auch schon einmal aufgefallen, wie stabil und ausbalanciert die Spieler auf der PGA-Tour nach ihren Schlägen stehen? Beobachtet man die einzelnen Spieler gibt es sicherlich viele Unterschiede, wenn sie den Ball schlagen, aber alle scheinen gut mit dem Boden verbunden zu sein – schaut doch dazu mal auf YouTube vorbei und beobachtet die Schwünge eurer Lieblingsspieler.

Die Wiederholbarkeit der Schläge wird maßgeblich durch die Art und Weise beeinflusst wie sich ein Spieler mit dem Boden verbindet. Aber nicht nur das – auch die Höhe der Schlägerkopfgeschwindigkeit hat ihren Ursprung unter euren Fußsohlen.
Glaubt ihr nicht? Dann stellt euch dazu doch mal einen Sportwagen vor, der mitten auf einer Eisplatte steht. Ganz egal wie viele PS der Wagen unter der Haube hat, wenn er keinen „Grip“ hat, kommt er nicht vom Fleck.

Ähnlich ist es auch bei uns Golfern. Wenn wir den Boden unter unseren Füßen nicht gut nutzen bzw. an einer ungünstigen Stelle Druck in den Boden bringen, werden Schlägerkopfgeschwindigkeit und andere Bereiche darunter leiden.

Durch technische Hilfsmittel wie z.B. die BodiTrak-Matte oder Druckmessplatten kann mittlerweile sehr genau dargestellt werden, wie ein Spieler sein Gewicht bzw. den Druckpunkt während der Schwungbewegung räumlich verändert. Vielleicht habt ihr auch mal die Möglichkeit diese Geräte im Training zu nutzen, um besser wahrzunehmen was da wirklich passiert und was ihr machen könnt, um euer Gleichgewicht, die Schwungrichtung oder die Schlagflächenstellung zu verbessern und ganz nebenbei noch die Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erhöhen – einer der Haupteinflussfaktor für die Länge der Golfschläge.

Hier ein kleines Beispiel aus der Praxis und die Möglichkeit es direkt ins eigene Training einzubauen.

Foto im Bericht 1 Ausgangssituation.png

Eine Schwungrichtung des Schlägers von außen nach innen ist häufig damit verknüpft, dass der Druck im rechten Fuß zu sehr nach vorne auf die Fußspitze kommt. Bei dieser Spielerin hier geschieht dies im Verlauf des Rückschwungs, so dass am höchsten Punkt 62% des Drucks auf der rechten Fußspitze gemessen wurden:

Um dies zu verbessern nutzen wir einen halbierten Tennisball und legen diesen unter die rechte Ferse.

Ausgangsposition: In der Ansprechposition ist der Tennisball relativ wenig belastet.
Aufgabe: Im Rückschwung gilt es den Tennisball nun zu „knautscht“, so dass der Druck mehr in die hintere Hälfte des rechten Fußes kommt. Allein dies sorgt sehr häufig dafür, dass die Voraussetzungen, um von innen an den Ball zu kommen, steigen.

Foto im Bericht 2 mit Tennisball.png

Erklärung: Um den Druck in die rechte Ferse zu bringen, in diesem Fall 57 %, öffnet sich die rechte Körperhälfte besser. Die rechte Hüfte und die rechte Schulter drehen besser nach hinten auf und der Schläger trifft den Ball seitlicher.

Natürlich ist dies keine Garantie, da vom höchsten Punkt des Ausholens bis zum Treffmoment noch eine ganze Menge passieren kann, aber in die rechte Ferse zu „laden“ ist mit Sicherheit eine gute Voraussetzung um den Abschwung einzuleiten.

Einfach mal ausprobieren – einen alten Tennisball habt ihr bestimmt alle irgendwo zu Hause und eure Eltern helfen dabei ihn zu halbieren.

Ich wünsche euch eine weiterhin erfolgreiche Vorbereitung auf die Turniersaison 2018.

Bis demnächst, euer

Marco Müntnich

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