Übst Du noch oder trainierst Du schon?!

„ Je mehr ich trainiere, desto mehr Glück habe ich auf der Runde “ sagte Gary Player. Wie Du Deine Trainingszeit sinnvoll nutzt und auch noch Spaß dabei hast, erfährst Du im neuen Fairwaykids-Artikel..

Liebe Fairwaykids,

wusstet ihr eigentlich, dass viele Golfclubs in England, dem Mutterland unserer geliebten Sportart, gar keine Driving Ranges haben? Häufig schlägt man vor der Runde ein paar Bälle in ein Netz und geht danach sofort auf den Platz. Die zahlreichen erfolgreichen Spielerinnen und Spieler von „der Insel“ zeigen, dass dies nicht unbedingt immer ein Nachteil sein muss.

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In Deutschland steht glücklicherweise allen Golfern eine Driving Range zur Verfügung, oft mit überdachten und vielleicht sogar beheizten Abschlagplätzen, die ein ganzjähriges Training ermöglichen. Ich möchte euch einige Anregungen für euren nächsten Besuch auf der Driving Range mit auf den Weg geben und bin gespannt wie ihr es findet – los geht’s..

Je mehr ich trainiere, desto mehr Glück habe ich auf der Runde “ – Gary Player

Trainiere Schwungtechnik durch Wiederholung

Gleich zu Beginn möchte ich eine Sache ganz klar sagen: Techniktraining für Golfspieler ist wichtig und der beste Ort für diese Art des Trainings ist zunächst die Range. Hier hängen Spiegel in denen man sich beobachten kann, es gibt Hilfsmittel jeglicher Art, Deine Trainer können Dir eine Rückmeldung geben und man kann Bälle von ein und derselben Position schlagen. Wer an seinem Griff oder z.B. seinem Rückschwung arbeitet braucht eine gewisse Zeit um dem neuen Gefühl zu vertrauen und es zu automatisieren.
Häufig wird die Zeit auf der Range jedoch ausschließlich für das Techniktraining genutzt – vielleicht ein Grund warum viele Spieler nicht gerne ihre Zeit hier verbringen und es möglicherweise auch schnell langweilig wird.
Was man sonst noch auf einer Range machen kann fragst Du Dich jetzt?! Du wirst überrascht sein..

Trainiere Geschicklichkeit durch Variation

Hast Du Dir ein technisches Gerüst erarbeitet, geht es darum das Fingerspitzengefühl zu entwickeln. Diese „Magie“ ist es, die auf dem Platz den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Golfer ausmacht. Im Training kannst Du Dir viele verschiedene Aufgaben stellen die Dich herausfordern variabel zu sein – hier eine kleine Auswahl.

Kontrolliere Dein Gleichgewicht
Fordere Dich heraus und schlage fünf Bälle nur auf dem linken Bein stehend, fünf Bälle nur auf dem rechten Bein stehend und weitere fünf Bälle mit ganz schmalem, geschlossenem Stand. Steigere Dich innerhalb der Serie hinsichtlich Deiner Schwunggröße und Deiner Schwunggeschwindigkeit – wie schnell kannst Du werden ohne Dein Gleichgewicht zu verlieren.
Um Deinen Golfball regelmäßig in der Mitte der Schlagfläche zu treffen ist das Gleichgewicht eine der wichtigsten Fähigkeiten.

Gleichgewicht

Trainiere Dein Gleichgewicht durch unterschiedliche Standpositionen.

Kontrolliere das Tempo Deiner Bewegung
Wer von euch kann folgendes? Du nimmst Dein Eisen 9 und schlägst es mit Deiner ganz normalen Geschwindigkeit. Vielleicht hast Du Zugriff auf einen Trackman, dann zeigt er Dir die Carrylänge Deines Balles an, ansonsten merkst Du Dir einfach wo Dein Ball gelandet ist. Nun nimmst Du Dein Eisen 7 und möchtest den Ball genauso weit schlagen, wie mit dem Eisen 9 zuvor – mit voller Schwungbewegung!! Du dosierst somit über das Tempo Deiner Bewegung und wirst schon bald bemerken, wie viel besser Deine Längenkontrolle auf dem Platz mit dieser Übung wird.
Natürlich kannst Du die Aufgabe auch mit anderen Schlägern lösen – sei kreativ..

 

Kontrolliere den Abflugwinkel Deines Balles
Zum Schluss noch eine Übung für richtig gute Spieler und alle die es werden möchten. Wähle einen Schlag aus ca. 50 Metern aus und spiele den Ball mit Deinem Pitching-Wedge. Schlage einige Bälle und beobachte den Ballflug ganz genau.
Hier nun die Herausforderung: Schaffst Du es mit Deinen anderen Wedges die Flugbahn Deines Balles zu kopieren? Was musst Du verändern, um Dein Gap- oder Sand-Wedge nun mit der gleichen Flugbahn auf das gleiche Ziel zu spielen? Finde es beim trainieren heraus – wer den Abflugwinkel kontrollieren kann hat Kontrolle über die Distanz seiner Schläge..

Wedges

Kontrolliere die Flugbahn Deiner Wedges.

Trainiere die Abrufbarkeit auf dem Platz durch Simulation

Diese Art des Trainings macht richtig Laune und sollte daher in keiner Trainingseinheit fehlen. Du hast bestimmt einige Golflöcher die Dir so gut gefallen, dass Du sie am liebsten jeden Tag spielen möchtest – wieso machst Du es nicht einfach?!
Suche Dir einen Korridor auf der Range, welcher in etwa so breit ist wie das Fairway Deiner ersten Bahn und los geht’s. Wind prüfen, Probeschwünge – Du durchläufst Deine ganze Vorbereitungsroutine wie du es im Turnier auch machen würdest. Schau genau hin wo der Ball in etwa zur Ruhe kommt und überleg Dir nun wie weit es auf Deiner Bahn noch bis zum Grün wäre. 100 Meter? Perfekt – Dein nächstes Ziel ist das 100 Meter Schild oder eine Fahne die in dieser Entfernung steht. Ist Dein Schlag so gut das Du auf dem Grün liegst – dann gehst Du nun zum nächsten Abschlag. War der Schlag nicht so wie Du ihn Dir vorgestellt hast, darfst Du noch einen kleinen Pitch spielen, bevor Du gedanklich auf die nächste Teebox gehst.
Zwei Dinge bei dieser Übung sind ganz wichtig für Dich: Du durchläufst für jeden Schlag Deine vollständige Schlagroutine und Du darfst keinen einzigen Schlag wiederholen.
Mit einem Korb voller Rangebälle ist das manchmal ganz schön schwierig, Du wirst schon sehen…

Wenn Du Dich auf ein Turnier vorbereitest, welches nicht auf Deinem Heimatplatz stattfindet, bietet sich diese Form des Trainings übrigens auch an. Nach einer Proberunde spielst Du die Löcher gedanklich auf der Range durch. Dies bringt Dir einen großen Vorteil gegenüber den anderen Spielern – versprochen..

Ganz egal wie gut Du bist, Du kannst immer besser werden – und das ist der spannende Teil“ – Tiger Woods

Mit diesem Zitat von einem der größten Golfer überhaupt und den Anregungen für den nächsten Besuch auf der Driving Range wünsche ich euch nun viel Spaß beim Wiederholen, variieren und simulieren – bleibt neugierig.

Bis demnächst, euer

Marco Müntnich

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