Zeit den Wettkampfmodus wieder zu starten

Nach einer langen Winterpause ist es jetzt an der Zeit, dein Training auf die Wettkampfsaison umzustellen. Wir möchten dir zeigen, wie du das machen kannst.

Viele von euch werden den Winter hoffentlich dafür genutzt haben, an ihrem Schwung und technischen Aspekten ihres Spiels zu arbeiten. Nun geht es langsam aber sicher Richtung Saison und die Trainingsschwerpunkte sollten sich verschieben bzw. einen anderen Fokus bekommen. Die ersten Turnier stehen an und es gilt eine gewisse Leistung auf den Platz zu bringen. Auch dies. muss trainiert werden.

Um die im Winter erworbenen bzw. verbesserten Fähigkeiten auf den Platz zu bringen, sollte man sein Training an die Wettkampfbedingungen, die im Turnier herrschen, anpassen. Dazu gehören Dinge wie seinen Prozess ablaufen zu lassen, Schläge zu akzeptieren, seine Erwartungen anzupassen (Prognosetraining) und auch mal mit Misserfolgen oder unglücklichen Verläufen umgehen zu können. Das bedeutet, man sollte Übungen machen, bei denen jeder Schlag eine Bedeutung bekommt und man daher seine Schlagroutine ablaufen lässt, um sein Bestes zu geben. Da jeder Schlag eine Bedeutung hat, muss man seine gebrachte Leistung akzeptieren und ggf. auch damit umgehen können, wenn ein Schlag mal nicht das gewünschte Ergebnis bringt und ich mich aber auf den nächsten Schlag trotzdem voll konzentrieren muss. Außerdem hängt vieles von der eigenen Erwartungshaltung ab, daher sollte man sich selber einschätzen können, bzw. seine Fähigkeiten. Dies kannst du ins Training integrieren, in dem du vorher eine Prognose abgibst, wieviele Versuche du brauchen wirst, um eine Aufgabe zu lösen.

Im Folgenden möchte ich euch meine Lieblingsübung für das Putten zeigen, die die oben dargestellten Wettkampfbedingungen integriert:

Erfolgsserie PuttenSucht euch ein Loch auf dem Puttinggrün, das ein leichtes Break hat. Verteilt 3 Tees um das Loch in Abständen von 1m, 1,75m und 2,5m. Zusätzlich steckt ihr euch mit 4 Tees eine Zone von 1m*1m und steckt aus einer Richtung 3 Tees auf 9m,11m und 13m. Für den letzten Teil der Übung markiert ihr euch auf euer ausgewähltes Loch einen 10m Putt.
Die Aufgabe ist jetzt eigentlich recht einfach, hört sich zumindest erst mal so an: ihr müsst die 3 kurzen Putts lochen, die 3 längeren Putts in die Zielzone von 1m*1m Putten und anschließend den 10m Putt mit 2 Putts ins Loch bringen. Damit jeder Schlag eine Bedeutung bekommt, musst alle diese Putts in Folge erledigen. Wenn du eine Aufgabe nicht schaffst, musst du wieder von vorne Starten. Notiere dir, wie oft du wieder starten musstest, um die Aufgabe zu lösen. Wenn du das ein paar mal gemacht hast, dann gibst du bevor du beginnst eine Prognose ab, wie viele Starts du brauchst. Mal sehen, wie nahe du an deine Leistung rankommst. Wenn du das ein paar mal gemacht hast, natürlich immer nur einmal pro Trainingseinheit, dann wird deine Prognose dein Maximum an Starts. Also wenn du 20 tippst, dann darfst du nur 20-mal starten. Nach dem 20. Start musst du auf jeden Fall aufhören, egal ob du es dann geschafft hast. Dies erhöht den Druck auf den letzten Start und du musst damit umgehen, es ggf. auch mal nicht zu schaffen. Wichtig ist, dass du immer deine volle Schlagroutine machst und dass du beim Tippen möglichst ehrlich zu dir bist.

Diese Art der Trainingsgestaltung könnt ihr auf alle Bereiche eures Spiels anwenden. Bei der Aufgabengestaltung ist eurer Kreativität keine Grenze gesetzt. Ich wünsche euch viel Spaß dabei und eine Erfolgreiche Saison.

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