Der Frühling kommt… Ab auf die Grüns!

Die einen trainieren im Winter, die anderen nicht. Aber egal wie es bei euch war, kommen das Putten und das kurze Spiel in der Regel bei allen Golfern zu kurz. Wenn die Grüns im Winter überhaupt geöffnet haben, ist die Qualität sehr schlecht und das Üben macht keinen Sinn/Spaß. Puttmatten und Kunstrasengrüns können bei klar strukturierten Aufgaben zwar bei der Technikentwicklung helfen, Faktoren wie Geschwindigkeit und Größe entsprechen jedoch nicht der Realität.

Nun ist es so, dass die meisten Golfer selbst nach einem langen Winter sehr schnell wieder lange Bälle schlagen können wie zum Ende der letzten Saison. Mit dem Feingefühl für Annäherungsschläge und Putts hapert es aber meist etwas länger.

Da jetzt die ersten Grüns geöffnet werden und die ersten Spieltage und Turniere schon zum greifen nahe sind, sollte man dieses kleine Zeitfenster unbedingt nutzen, um das Gefühl zurückzuholen!

Hier sind 3 Tipps, die jeder umsetzen kann:

 

  1. Nimm dir einen Korb Bälle und drei Schläger (z.B. SW, 9, 7) mit zum Chippinggrün. Wähle einen Ausgangspunkt etwa 12 Meter vom Loch entfernt. Du solltest so nah am Grün stehen, dass etwa 80 Prozent der zu überwindenen Strecke aus Grün besteht. Nun spielst du (immer als Standardchip) zehn Bälle mit jedem der Schläger an die gleiche Fahne. In der nächsten Runde spielst du fünf Bälle je Schläger und danach drei. Zum Schluss kannst du den Schläger nach jedem Schlag wechseln und dabei auch die Reihenfolge verändern. Da man durch die ständigen Wechsel wirklich auf sein Gefühl angewiesen ist, kommt es deutlich schneller wieder herbei, als wenn man einfach Bälle „durch die Gegend chipt“. Ein weiterer Aspekt der Übung ist, dass du auch deine Schlägerauswahl für das kurze Spiel besser kennenlernst und vielleicht neue Varianten entdeckst.

 

  1. Dieses Mal nimmst Du nur einen Schläger und versuchst mit diesem nach jedem Schlag auf eine andere Fahne zu chippen. Versuch die Abstände in großen Sprüngen zu wechseln, damit auch wirklich eine Veränderung erfolgen muss. Analog zum Chippen, funktioniert diese Übung genauso gut mit dem Putter. Das empfehle ich auch zum Einspielen vor Turnieren, um die Grüngeschwindigkeit kennenzulernen. Man sollte sich keine zweite Chance für das jeweilige Ziel geben. Wenn ein schlag misslingt, muss man sich trotzdem für ein neues Ziel entscheiden. Damit müssen wir ja auch während der Runde  permanent umgehen.

 

  1. Zu guter Letzt eine meiner Lieblingsübungen für die Distanzkontrolle. Hierbei geht es um die Zeit, die dein Ball bis zum Loch braucht. Such dir einen Startpunkt und ein Loch aus. Frage dich wie lange der Ball wohl rollen wird, bis er liegen bleibt und stelle es dir auch bildlich vor. Jetzt schließe die Augen und spiele den Putt. In dem Moment in dem du glaubst, dass der Ball zum Stillstand kommen müsste, öffnest du die Augen und überprüfst ob er noch rollt oder nicht. Noch präziser wird die Übung, wenn man sich von einem Partner kontrollieren lässt. Mit der Zeit wird man immer besser und kann Putts dann über den Faktor Zeit perfekt einschätzen und dosieren.

 

Viel Erfolg auf der Suche nach dem Gefühl!

 

Marvin

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