Bye bye „Speed-Killers“ – Geschwindigkeitskontrolle als Schlüssel zu großartigen Momenten auf dem Putting-Grün

Nach der Clubmeisterschaft 🏆 ist vor dem nächsten Turnier ⛳️🏌🏽‍♂️ – wieso Deine Bälle nicht immer die Chance haben ins Loch 🕳 zu fallen, und was Du dagegen machen kannst 😉, erfährst Du in meinem aktuellen Artikel.

Viel Erfolg bei den letzten Turnieren des Jahres 🍀

Bleibt weiter neugierig..

Euer Marco Müntnich

Liebe Fairwaykids, sehr geehrte Eltern, liebe C-Trainer,

die Ausschreibungen der letzten Turnierevents hängen an den Wänden der Clubhäuser – wir biegen so langsam aber sicher auf die Zielgerade der Turniersaison.
Die letzten Wochen wollen effektiv genutzt werden, bevor es dann in den Winter geht – stehen vor allem im Jugendbereich noch die Bundesfinals in Einzel- und Mannschaftswettbewerben an.

Jede Spielerin und jeder Spieler wird bei genauer Analyse die Möglichkeit haben, den ein oder anderen Schlag auf dem Grün zu sparen und so mehr Sicherheit in die anderen Bereiche des Spiels zu übertragen.

Es werden mehr Putts verfehlt, weil die Distanz nicht stimmte als wegen falscher Richtung” – John Jacobs

In Anlehnung an das Zitat von John Jacobs, geht es in diesem Artikel um die Kontrolle der Geschwindigkeit, um möglichst vielen Putts die Chance zu geben ins Loch zu fallen.

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Mit zunehmender Grüngeschwindigkeit und Oberflächenneigung steigt das Anforderungsprofil an die Spieler, aber welche Faktoren können vom Spieler hinsichtlich der Distanzkontrolle tatsächlich beeinflusst werden?

 Mentaler Zustand

„Putting is an inside-job“– David Orr

Zunächst geht es um die innere Einstellung zur Puttaufgabe an sich. Negative Gedanken, Unruhe und Ängste führen den Spieler häufig nicht ans Ziel.
Besonders Angst und Furcht sind die wohl schlechtesten Begleiter auf den Grüns. Die Befürchtung den Putt zu lange zu spielen, führt häufig zu Putts die das Loch nicht erreichen.

You are feeling your thinking”Sean Foley

Ruhige Gedanken bedeuten ein ruhiges Gefühl und lassen den Spieler die Puttaufgabe mit gleichermaßen ruhigen Augen wahrnehmen und ein genaues Bild zur Lösung der Aufgabe entstehen. An welcher Stelle fällt der Ball ins Loch, auf welchen Punkt gilt es den Ball zu starten oder wie genau läuft er auf dem Grün entlang – diese Gedanken und Bilder helfen die Aufgabe erfolgreich zu bewältigen.

Hat man den Kopf an der richtigen Stelle, geht es bei der Bewältigung der Puttaufgabe nun um die Erzeugung der richtigen Putterkopfgeschwindigkeit und die Übertragung der damit erzeugten Energie in den Golfball.
Schauen wir uns diese Bereiche nun einmal im Detail an:

Geschwindigkeit erzeugen

Der Umfang der Puttbewegung hinsichtlich des Rück- und Durchschwungs ist eine der wichtigsten Energiequellen. Bildlich gesprochen geht es darum die richtige Menge an “Anlauf” zu nehmen, um eine vorgegebene Strecke auf dem Grün zurückzulegen.

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Der Umfang der Bewegung ist stark vom Timing des Spielers abhängig. Die Art und Weise wie Spieler mit „Gas und Bremse“ umgehen ist äußerst individuell.
Dies führt dazu, dass wir Spieler sehen, die den Ball mit einer kurzen und eher zackigen Bewegung auf die Reise schicken, und andere Spieler den Putterkopf auf einem größeren Weg eher ruhig schwingen.

Unabhängig von der Art und Weise wie ein Spieler die Geschwindigkeit erzeugt, gilt es die Höchstgeschwindigkeit der Bewegung möglichst genau im Moment des Ballkontakts zu erzeugen. Kommt es in diesem Bereich zu Unregelmäßigkeiten, lässt sich die Länge des Putts nicht verlässlich dosieren. Da die maximale Bewegungsgeschwindigkeit sich in der Mitte zwischen Ausgangs- und Endpunkt befindet, bedeutet dies für die einzelne Puttbewegung, dass Aushol- und Durchschwungbewegung möglichst identisch sein sollten.

Neutral

Ein langer Rückschwung mit kurzem Durchschwung ist genauso wenig empfehlenswert, wie ein deutlich zu kurzer Rückschwung mit endlos langem Durchschwung.

 

 

lang kurz

kurz lang

Weicht der Bewegungsumfang in Rück- und Durchschwung deutlich von einander ab, kommt die Höchstgeschwindigkeit nicht an den Ball.


Energieübertragung im Treffmoment

Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen ist das eine, die Energie in den Ball zu übertragen das andere. Auch auf den Grüns gilt es den erzeugten „Club Speed“ in den notwendigen „Ball Speed“ umzuwandeln, um den Ball die gewünschte Länge mit auf den Weg zu geben.

Entsteht in diesem Bereich ein „Leck“, d.h. die Schlägerkopfgeschwindigkeit wird nicht in ausreichend Ballgeschwindigkeit umgewandelt, liegt dies an einem dieser drei Bereiche:

Triffst Du den Ball nicht sauber im „Sweet Spot“, wird dies Einfluss auf die Geschwindigkeit haben und die Rollstrecke verkürzen. Häufig denkt man in diesem Zusammenhang nur an die Abweichung zur Spitze bzw. Hacke, aber auch zu weit unten oder oben getroffene Bälle werden sich nicht wie gewünscht verhalten.

Impact Spot

Zeigt man dem Ball im Treffmoment zu viel oder zu wenig Loft, wird der Ball entweder zu hoch starten, oder in den Boden gequetscht, so dass er zu springen beginnt. Beides wirkt sich nicht förderlich auf die Distanzkontrolle aus.

Loft

Entsteht zwischen der Bewegungsrichtung des Schlägers und der Orientierung der Schlagfläche ein großer Unterschied im Treffmoment, führt diese Differenz ebenfalls zu Geschwindigkeitsverlusten. Anders als bei vollen Schwüngen werden keine Hooks oder Slices auf dem Grün zu erkennen sein, jedoch kann der „Smash Factor“ beachtlich leiden.

Path

Ist der Unterschied zwischen Schwungrichtung und Schlagflächstellung zu groß, bleibt der Putt häufig kürzer als gewünscht.

Wir Trainer helfen Dir gerne dabei die „Speed Killer“ ausfindig zu machen und so bald die nervigen und häufig unnötigen 3-Putts loszuwerden.

Viel Erfolg auf den Grüns und bei den letzten Turnierevents des Jahres.

Bleibt neugierig..

 

Bis demnächst, Euer

 

Marco Müntnich

 

PS Für alle, die Ihre Leistung auf den Grüns gerne dokumentieren möchten, sei an dieser Stelle noch auf die „Spider Putt“ – App hingewiesen.

Spider APP
Die App errechnet auf Grundlage der modernen „Strokes gained“ – Basis die gespielten Putts und gibt Anregungen für die nächsten Trainingseinheiten auf dem Putting Grün. Genau wie beim Trackman „Combine Test“, wie man es aus dem Bereich des langen Spiel kennt,  gibt es hier einen solchen standardisierten Test im Bereich des Puttens um regelmäßig den Trainingsfortschritt zu überprüfen.

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