Die kalte, feuchte Jahreszeit – der Umgang mit dem anderen Wetter

Das schöne Wetter neigt sich langsam dem Ende entgegen und es wird deutlich kälter und feuchter auf dem Golfplatz. Dennoch muss man in der Lage sein, weiterhin gute Leistungen zu bringen. Die Pros auf der Tour haben es etwas leichter, weil sie einen Caddy dabei haben. Das ist ein Luxus, den man als Amateur meistens nicht hat. Daher ist es um so wichtiger, dass man sich vernünftig vorbereitet, einen guten Plan und eine gute Einstellung hat. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, was da so alles zugehört bzw. zugehören kann.

Die richtige Einstellung ist der wichtigste Schlüssel zum Erfolg

Wer kennt das nicht? Es regnet, es ist kalt und ein Turnier steht an. Wenn man sich bei den Spielern umhört, jammert mindestens die Hälfte des Feldes rum, dass das keinen Spaß macht, man bei dem Wetter nicht vernünftig spielen kann oder das man lieber gerade auf der Couch vor dem Fernseher sitzen möchte. Wenn du die richtige Einstellung hast, dann ist dies ein großer Vorteil für dich, denn die Hälfte des Feldes nimmt sich mit so einer Einstellung schon selber aus dem Spiel.
Aber was ist die Richtige Einstellung? Die richtige Einstellung fängt zunächst einmal mit der Erkenntnis an, dass das Wetter zum Umfeld des Spiels gehört und du darüber keine Kontrolle hast. Also lohnt es sich auch nicht, Energie dafür zu verschwenden, sich über das Wetter aufzuregen, denn du kannst es eh nicht ändern. Statt dessen solltest du es als Chance betrachten, deine Komfortzone zu verlassen und deine Fähigkeiten im Management des Umgangs mit äußeren Bedingungen zu testen und zu verbessern. Wenn du es nach 18 Löchern geschafft hast, dass deine Griffe noch trocken sind, zumindest 1 Handschuh noch halbwegs trocken ist und deine Hände noch warm sind, dann hast du schon einen großen Erfolg erzielt und gute Chancen, auch ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. Und wenn es dir nicht gelungen ist, dein Equipment 18 Löcher trocken und dich die ganze Runde warm zu halten, dann versuche daraus zu lernen und es beim nächsten mal, mindestens 1 Loch länger durchzuhalten. Irgendwann wirst du es schaffen, 18 Löcher durchzuhalten und dann kannst du dich wie Superman fühlen, denn du hast die Gewissheit, dass dir das schlechte Wetter nichts mehr anhaben kann.

Eine gute Vorbereitung ist Gold wert

Eine gute Einstellung ist, wie bereits gezeigt, sehr wichtig. Das alleine reicht aber nicht. Du brauchst natürlich auch die richtige Ausrüstung, um trocken und warm zu bleiben. Aus langjähriger Erfahrung kann ich auch noch einen wichtigen Tip dazu geben: die richtige Ausrüstung zu haben ist super, aber wenn du sie zuhause liegen lässt, dann hilft sie dir leider nicht weiter. Also musst du deine Runde vorher planen, wenn ein solches Wetter angesagt ist, und alles Nötige mitnehmen. Was sollte man also alles bei kaltem, regnerischen Wetter dabei haben? Hier die Liste meiner Sachen, die ich bei einem solchen Wetter meistens dabei habe. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, vielleicht gibt es ja auch Dinge die du brauchst, an die ich gar nicht gedacht habe:

  • Warme Kleidung, die allerdings nicht dick sein sollte, sondern mehr dem Zwiebelprinzip folgt, damit du dich noch bewegen kannst und je nach äußeren Bedingungen reagieren kannst, ohne dich für warm oder kalt entscheiden zu müssen. Ein typisches Beispiel für den Oberkörper wäre: Unterziehshirt, Polo-Hemd, Pullunder und Pullover
  • Eine Mütze und, besonders wenn du Brillenträger bist, eine Cap dazu, die du unter die Mütze ziehen kannst, damit der Schirm deine Brillengläser besser trocken hält
  • Fäustlinge und ggf. Handwärmer, die du in die Fäustlinge stecken kannst
  • Eine ausreichende Anzahl an Handschuhen (möglichst Allwetter oder Regen), damit du wechseln kannst. Bei starkem Regen solltest du alle 3-6 Löcher wechseln können
  • Mindestens 2 Handtücher
  • 1 Regenanzug mit einer möglichst hohen Wassersäule, damit er dich auch wirklich trocken hält
  • Wasserdichte Golfschuhe mit Spikes und nicht nur mit Noppen (Rutschgefahr)
  • 1 Paar Ersatzsocken, um nach 9 Löchern wechseln zu können
  • Regenschirm
  • Evtl. eine Schutzhülle für dein Bag, wenn es nicht Wasserdicht sein sollte
  • Evtl. Regenschirmhalter für deinen Trolley, wenn der nicht eh schon fix montiert ist

Wie du siehst, kommt da eine ganze Menge zusammen an die man denken muss, wenn man sich auf eine Runde bei solchen Bedingungen vorbereitet. Am besten machst du dir eine Checkliste, dann kannst du auch nichts vergessen.

Das richtige Verhalten auf der Runde ist der letzte wichtige Faktor

Wenn du alles nötige Material dabei hast, dann ist es natürlich genau so wichtig, dass du es auch richtig einsetzt. Wer schon mal ein Jugendturnier betreut hat, der weiß, was man da für merkwürdige Szenen zu sehen bekommt. Ein Spieler hat den Regenschirm geschlossen an seinem Bag, obwohl es in Strömen regnet. Der andere hat die Regenjacke im Bag und möchte sie nicht rausholen oder das Handtuch hängt außen am Bag und wird munter nass geregnet. Unter solchen Umständen hilft mir die Ausrüstung natürlich nichts. Wie solltest du dein Material aber richtig einsetzen?

Du solltest deinen Regenschirm über deine Ausrüstung spannen, die Regenhaube drüber ziehen und deine Regensachen anziehen, bevor du nass wirst.

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Du solltest eines deiner Handtücher und den Handschuhe, den du gerade benutzt, unter den Schirm an die Streben packen, damit sie nicht Nass werden und du sie jeder Zeit gut nutzen bzw. erreichen kannst. Wichtig ist, dass du den Handschuh immer ausziehst, bevor du irgendetwas anpackst, was nass sein könnte, damit er möglichst lange trocken bleibt. Außerdem die Schläger immer trocken machen, bevor du sie in die Tasche zurück steckst, damit die Bag von innen immer möglichst trocken bleibt.

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Die frischen Handschuhe solltest du in einer Tüte aufbewahren, damit sie nochmal zusätzlich vor der Feuchtigkeit geschützt werden.

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Sollte es gerade mal nicht regnen und du einen Schläger ablegen wollen (bei Regen natürlich immer direkt wieder ins Bag), dann lege ihn nicht ins nasse Gras, sondern steck ein Tee in den Boden und lege den Griff darauf.

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Und noch ein wichtiger Tip für nach der Runde: nimm deine Ausrüstung mit nach Hause und breite sie im Badezimmer oder Heizungskeller bei laufender Heizung aus, damit alles vernünftig trocknen kann und am nächsten Tag wieder einsatzbereit ist. In der Caddyhalle, wenn alles ins Bag gestopft ist, wird deine Ausrüstung nicht vernünftig trocknen. Für die Schuhe eignet sich das Papier einer Tageszeitung perfekt, um es in die Schuhe zu stopfen und ggf. das vorhandene Wasser aufzusaugen.
Für deine Gesundheit solltest du nach der Runde auch noch eine warme Dusche nehmen! 😉

Fazit

Wenn du das kalte und feuchte Wetter als Herausforderung und Gelegenheit betrachtest, dich zu verbessern, die richtige Ausrüstung dabei hast und diese auch richtig einsetzt, dann hast du beste Chancen, die Runde gut zu überstehen und deine golferische Leistung auch bei solchen Bedingungen abzurufen. Denk immer dran: eine gute Einstellung und Vorbereitung sind der Schlüssel zum Erfolg.

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