Die eigenen Emotionen zu erkennen und in einem gewissen Maß auch kontrollieren zu können, ist besonders im Golf eine bedeutsame Fertigkeit. Das Herz schlägt schneller, die Muskulatur verspannt sich, die Atmung wird schneller… Erleben von Emotionen ist der entscheidende Faktor um sportliche Leistung zu verbessern und sportliche Erfolge zu erzielen.

„Emotionen sind wie Wellen; wir können sie nicht aufhalten, aber wir können entscheiden, welche wir surfen wollen.“ – Jonathan Martensson

Alles passt an diesem Tag. Alle Systeme arbeiten harmonisch zusammen, Körper und Geist arbeiten synchron und alles läuft plötzlich perfekt auf der Runde. Gleichgewicht, Koordination, Schnelligkeit…die Spielerin trifft intuitiv die richtigen Entscheidungen, ist konzentriert und kreativ und es entsteht ein Gefühl von Freude, Leichtigkeit und Gelassenheit. Von weitem kann man es schon beobachten, sie kann heute alles abrufen, was sie über Jahre trainiert hat. Sie ist im Flow oder besser: Das autonome Nervensystem ist in Kohärenz. Das autonomes Nervensystem ist das übergeordnete Regulationssystem der Organe. Es kontrolliert die Herzfrequenz, die Atmung, die Funktion des Magen-und Darm-Traks, das Immun- und Hormonsystems.

Wie macht man das? Kann man Kohärenz trainieren? Kann man die Verbesserung tatsächlich messbar machen?

Mit einem Biofeedbackgerät und einer App im Smartphone ist das tatsächlich möglich und man kann „live“ sehen, wie Emotionen und Gedanken unser Herz und Nervensystem beeinflussen. Herzrhythmus, also die Anzahl der Herzschläge pro Minute und die Herzratenvariabilität, der Abstand zwischen zwei Herzschlägen sind die beiden Parameter die gemessen werden. Beides zusammen beschreibt den Grad der Kohärenz. Ist dieser Wert hoch, umso besser das innere Gleichgewicht und die Fähigkeit zur Stressbewältigung.

Schnelle Kohärenz entsteht durch Fokussierung und Atmung. Ein Sensor am Ohr misst die Basisdaten und ein Programm unterstützt eine tiefe und gleichmäßige Zwerchfellatmung und synchronisiert so das Nervensystem. Täglich mehrmals zwei bis drei Minuten Training erzeugen eine positive Wirkung und steigernd schnell den Kohärenz Wert.
Auch ein herzfokussiertes Atmen fördert die Kohärenz und gibt mehr Gelassenheit in schwierigen Situationen und hilft besonders bei Nervosität. Denn emotionale Selbstregulation ist ein wichtiger Faktor zur optimalen Leistungsentwicklung.

Das Bild vom Herzen als bloße mechanische Pumpe beginnt sich in der Wissenschaft immer mehr zu verändern, denn unser Herz kommuniziert mit dem gesamten Körper über das Nervensystem, biochemisch über Hormone, biophysikalisch über Rezeptoren und durch elektromagnetischer Impulse. Das Herz sendet wesentlich mehr Informationen ans Gehirn als das Gehirn an das Herz. Das Training von Herzkohärenz kann überall und jederzeit angewendet werden, oft genügen schon drei Trainingseinheiten unter Anleitung am Biofeedbackgerät, um die Technik sicher abrufen zu können, um auch für schwierige Situationen geeignete Lösungen zu finden und um Geist, Körper und Emotionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Trainiere täglich deine Herzperformance. Viel Spaß beim ausprobieren,
Eure Susanne Junge

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