Aufmerksamkeit und Konzentration sind wichtige Bestandteile beim Bewegungslernen, insbesondere beim Erlernen von komplexen Bewegungsabläufen. Ohne Konzentration macht der Ball häufig nicht das, was er soll.

Wer möchte nicht gerne schnell besser werden und ständig Fortschritte auf dem Golfplatz machen. Anleitungen zu Bewegungen oder Bewegungskorrekturen findet man mittlerweile in einer Vielzahl in Büchern oder auch mittlerweile im Internet zu einzelnen Golfschlägen. Wer nicht auf youtube & co oder bei Golffreunden nach Infos sucht, kann sich im besten Fall fachkundige und individuell abgestimmte Beratung vom Golfprofessional seines Vertrauens holen. Für unsere Jüngsten ist weiterhin ein spielerischer Aufbau vom Training für ein leichteres Verständnis wichtig.

Die Frage stellt sich nur, worauf genau sollte ich meine Aufmerksamkeit lenken. Hierbei unterschieden wir zwischen dem internalen und dem externalen Aufmerksamkeitsfokus. Beim internalen Fokus wird die Aufmerksamkeit auf die Bewegung selbst, also z. B. auf einzelne Körperbewegungen gelenkt. Diese Art der Anweisungen ist für die meisten Menschen die übliche und naheliegendste beim Driving Range Training. Das könnte dann so heißen: „Konzentriere dich auf die Drehung der Schulter beim Ausholen.“ oder „Belaste das rechte Bein stärker beim Ausholen.“ Hierbei wird ganz bewusst die Körperbewegung ganz bewusst gesteuert.

Beim externalen Aufmerksamkeitsfokus ist die Konzentration auf die Umgebungsfaktoren gerichtet und auf die Effekte, die durch die Bewegung erzielt werden sollen. Das könnte dann beim Training auf der Range folgendermaßen aussehen: „Konzentriere dich auf den Schwung des Golfschlägers.“ oder „Richte deinen Fokus auf den Landepunkt auf dem Grün.“

Dass der Aufmerksamkeitsfokus beim Erlernen von motorischen Fähigkeiten einen großen Einfluss hat, zeigen einige Studien, unter anderem auch im Golfbereich.

Hierbei hat man herausgefunden, dass das Verwenden des internalen Aufmerksamkeitsfokus` zu Einschränkungen im motorischen System führen kann und automatische Steuerungsprozesse möglicherweise gestört werden. Beim externalen Aufmerksamkeitsfokus hingegen ist die Annahme, dass automatische Prozesse gefördert werden, da reflexive und unbewusste Prozesse verwendet werden.

Eine der Golfstudien untersuchte die Leistungen von Golf Anfängern beim Pitchen. Neben einer Kontrollgruppe gab es die „internale Fokus Gruppe“, die sich auf die Schwungbewegung der Arme konzentrieren sollte und die „externale Fokus Gruppe“, die sich auf die Bewegung des Schlägers konzentrieren sollte. Nachfolgende Abbildung zeigt, dass die Gruppe mit dem externalen Fokus beim Training und auch beim Re-Test die meisten Punkt erzielte.

Leistungen der Golf-Anfänger (in Anlehnung an Wulf & Su, 2007)

Das bedeutet, eine Konzentration auf weniger körpernahe Dinge und äußere Bedingungen kann helfen Bewegungen schneller zu erlernen oder zu verändern.

Also beim nächsten Training nicht nur auf die Körperbewegungen konzentrieren, sondern öfter mal den Fokus auf den Ball, Schläger oder das Ziel richten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Hanna

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