Liebe Fairwaykids,

in dem heutigen Beitrag soll es um die richtige Schlägerhaltung gehen. Aber gibt es überhaupt den perfekten Griff?

Der Griff ist auf jeden Fall ein sehr wichtiges Element im Golfschwung. Er stellt nämlich die einzige Verbindung zwischen dem Schläger und dem Spieler her. Im langen Spiel ist er unter anderem für das richtige Winkelverhalten und die Schlagflächenstellung verantwortlich.

Wenn man sich die Griffhaltung der Tour Profis anschaut kommt man schnell zu der Schlussfolgerung, dass alle den Schläger etwas anders greifen. Manchmal sind die Unterschiede eher klein und manchmal relativ offensichtlich zu sehen. Trotzdem sind alle Spieler sehr erfolgreich und somit sind Ihre Griffe zielführend und funktional.

Was können wir also nun von diesen Erkenntnissen ableiten?

Wichtig zu verstehen ist, dass es nicht den perfekten/richtigen Golfgriff gibt. Die Schlägerhaltung muss zu der gewünschten Flugkurve und natürlich zu der individuellen körperlichen Anatomie passen.

Nichts desto trotz gibt es aber auch einige Gemeinsamkeiten, die einen funktionalen Griff von einem eher ungünstigen Griff unterscheiden.

Hier sind vier Checkpunkte anhand derer Du erkennen kannst, ob der Schläger funktional in der Hand liegt:

  • Der Schläger verläuft durch die Finger

Ein wichtiges Merkmal eines funktionalen Griffes ist, dass er durch die Finger und nicht durch die Handinnenfläche verläuft. Nur so haben wir die Möglichkeit den Schläger optimal zu beschleunigen und zu winkeln.

  • Man sieht ca. 2-3 Knöchel der linken Hand

Von oben betrachtet solltest Du 1-3 Knöchel der linken Hand sehen können. Siehst Du weniger, würde das die Schlagfläche tendenziell öffnen und siehst du mehr Fingerknöchel würde das die Schlagfläche eher schließen.

  • Das „V“ der linken und rechten Hand zeigt zur rechten Schulter

Ein weiterer Checkpunkt ist, dass das „V“, welches sich aus dem Daumen und Zeigefinger ergibt in etwa auf die rechte Schulter zeigt. Zeigt es zu stark nach rechts, ist die Schlagfläche tendenziell geschlossen und zeigt es zu wenig zur Schulter ist die Schlagfläche eher offen

  • Der linke Daumen wird durch die rechte Hand verdeckt

Damit beide Hände als Einheit arbeiten können brauchen sie eine gewisse Verbindung zu einander. Achte dabei darauf, dass der linke Daumen durch die rechte Hand verdeckt wird.

Betrachte diese 4 Punkte bitte nicht als feste Gesetze, sondern eher als ein Art Orientierungshilfe, die Dir dabei helfen sollen, Deinen Griff besser zu verstehen und deine Griffstruktur einzuordnen.

Wenn du beispielsweise einen Draw (rechts-links Kurve) spielen möchtest, wäre es sinnvoller das „V“ weiter rechts zeigen zu lassen und somit auch mehr Knöchel der linken Hand zu sehen. Diese Schlägerhaltung würde dafür sorgen, dass die Schlagfläche sich im Treffmoment tendenziell mehr schließt. In der Fachsprache würde man so einen Griff als „stark“ bezeichnen.

Das Gegenteil davon, besonders für einen Fade geeignet, wäre ein sogenannter schwacher Griff. Dabei würde das „V“ weniger zur rechten Schulter zeigen und Du würdest von oben eher 1-2 Knöchel sehen.

Probiere doch im nächsten Training einmal aus, unterschiedlich „stark“ und „schwach“ zu greifen und somit Deinen Ballflug bewusst zu beeinflussen.

Nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Üben

Julia

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